Haben wir Menschen ein Herz?

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Haben wir Recht auf das Zerstören?

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  (Pyroraptor10) am Di 18 Sep - 21:41

Eher, Angst vor Gefahren.

Zum Anfangsthema:
Eigentlich gehen wir nicht nur mit Tieren und Pflanzen sehr skrupellos um, sondern auch mit anderen Menschen. Leute in Afrika, leiden ebenso sehr, wie die Wildtiere, dank des Kolonialismus. Daher sollte man dieses Thema eher auf die Industrieländer beschränken, Naturvölker und auch die Menschen damals im Mittelalter, hier bei uns, kamen mit der Umwelt eigentlich gut zurecht, sie haben zwar viel getötet, aber sie sind gar nichts, im Vergleich zu dem, was heute alles passiert. Daher würde ich die meisten Menschen(also die Naturvölker), Tieren gleichsetzen(von der Lage). Sie wussten auch nicht, was sie taten und heute geht es ihnen ebenso, wie dem meisten hier.

Das was wir tun, sprengt aber alles, Europa ist auf gutem Weg, der zweite Kontinent(nach der Antarktis)zu werden, der all seine Urwälder vernichten kann.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  +Raptor+ am Di 18 Sep - 21:44

Danach Nordamerika und Asien.Bis vor kurzen gab es noch sklaverei,dasa ist wie ein Zoo.Ich hoffe das diese menschen überleben.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  (Pyroraptor10) am Di 18 Sep - 21:46

Wenn es ein Massensterben gibt, haben die Menschen mit simpler Technik einen Vorteil, aber so arm(nicht vom Geld, sondern vom Leben)wie sie sind, glaube ich das nicht. Auch wenn sie vom Tod der Industrieländer, profitieren könnten, da keiner sie einschränkt.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  exi am Mi 19 Sep - 1:42

Thistle schrieb:Menschen haben ein völlig anderes Zerstörungspotential als Schakale und Viren. Außerdem können und sollten sie im Gegensatz zu letzteren ihr Handeln reflektieren.
Ich nehme mal an du hast "Ja" angeklickt? Schämst du dich nicht?

... ich soll mich schämen weil Raptor seine Frage falsch formuliert hat!? lachen
Er fragte nach einem 'Recht auf Zerstörung'. Und dieses Recht haben wir! Es gibt (außer uns Menschen) nichts und niemanden der uns davon abhalten könnte. Es gibt nichts und niemanden der uns dieses Recht verwehren könnte.

... und was du mit Zerstörungspotential und dem reflektieren von Handlungen meinst, das habe ich bereits selbst beantwortet.
Eine *Pflicht* zur vollständigen Zerstörung haben wir nicht.




+Raptor+ schrieb:Wenn das so ist hat Mutter Natur gesagt das die Springmäuse austerben sollen.
Aber wir haben z.b. Dodos ausgerottet,und hat die Natur ja gesagt?Sie findet eingene Wege sich weiterzuentwickeln oder Mittel eine art auszurotten.

... bei der Ausrottung der Dodos hat die Natur nicht Nein gesagt. Und wer weiß, vielleicht sind *wir* ein Werkzeug der Natur um Arten auszurotten.
Damit neues entstehen kann, muß das Alte nun einmal weichen. Die Dominanz der Säuger in allen Lebensbereichen und Klimazonen ist so dominierend, daß praktisch nichts neues entstehen kann. Da könnte es schon möglich sein, daß die Natur ein Wesen so intelligent gemacht hat um alle anderen aus dem Weg zu räumen und gleichzeitig so dumm dies auch wirklich zu tun. Das mag schade für uns Menschen und die anderen Säuger sein... aber die säugenden Vögel, die Meeresbeuteltiere, die eisliebenden Echsen, die fliegenden Spinnen und viele andere Tiere der Zukunft werden sich daran erfreuen. gut gelaunt



Thistle schrieb:Aussterbeprozesse in der Natur sind nicht mit dem zu vergleichen, was der Mensch veranstaltet... selbst die Massenaussterben laufen zumindest wesentlich langsamer ab und "filtern" die Ökosysteme soweit, dass danach neue entstehen.
Menschen sind aber fähig das Ganze so auszuweiten, dass nichts weiter als eine verstrahlte, zugemüllte Wüste bleibt, und wir hier Zustände schlimmer als im frühen Präkambrium haben!

... den langsamen Ablauf habe ich selbst schon genannt. Aber tröste dich damit, daß unser Zerstörungspotential nicht ausreicht um Zustände wie im frühen Präkambrium zu erzwingen.
Überhaupt sind für dich und mich eine verstrahlte (Tschernobyl, Fukushima) oder zugemüllte (Seveso, Bhopal) Wüste etwas unangenehmes, aber die Natur kann auch hierin gedeihen. Für die Mutanten in den 'Todeszonen' sind gesunde Tiere so gefährlich wie für uns die Todeszonen.



(Pyroraptor10) schrieb:
exi schrieb:Und sollen wir Menschen weniger gelten als Schakale und Viren?
.... ja.
Es gibt hier einen Unterschied. Wir tun es bewusst. Der/Das Schakal/Virus, hat keine Ahnung, ob sein/e Wirt/Beute vom Aussterben bedroht ist. Er mag vielleicht merken er ist selten, aber über Populationen, keine Ahnung. Wir haben Bücher wie das, die uns sagen, wie gefährdet Arten sind:
http://viewer.zmags.com/publication/44234ae6#/44234ae6/1
Wir ignorieren Leute die sich dafür einsetzen etwas gegen die Zerstörung zu tun, im Wissen, das wir uns auch selber schaden könnten. Schakale und Viren machen das unbewusst. Sie wissen nicht was sie tun. Ebenso mit Pflanzen und Mosasauriern(möglicherweise).
Außerdem sind Viren eher gifte als Lebewesen.
Das macht sie natürlich nicht weniger unschuldig, aber wir können es verhindern, wir können viel weiter vorausplanen. Wenn wir einfach sagen "uns egal", ist das schon recht dumm, schließlich ist das auch die Selbstvernichtung. Außerdem mussten sie es tun zum Überleben, wir kennen jedoch Alternativen, die wir aber aus Gründen der Bequemlichkeit nicht nutzen.


... Bewußtheit, Vernunft und Planungsvermögen sind bei den Menschen leider gering ausgeprägt. Das hat uns und die Welt doch in die heutige Misere geführt.
Wobei die Menschheit aussterben wird, bevor es überhaupt keine Pflanzen oder Tiere mehr gibt. Wir machen einen radikalen Faunenschnitt, aber keinen Faunozid. Den erreicht die Menschheit nicht, weil vorher der Genozid stattfindet. (erst sterben die Bienen und fünf Jahre später alle Menschen...)

Bequemlichkeit ist ein äußerst bequemes Etikett. Wir haben uns wohl eher durch unsere Anzahl auf Mechanismen und Systeme stützen müssen, die außer Kontrolle geraten sind (oder nie unter Kontrolle waren). Jedenfalls reicht es nicht aus diese Systeme einfach abzuschaffen und ein unbequemes Leben aufzunehmen, etwa in die Steinzeit oder die Renaissance zurück zu gehen. Rücksicht auf die Natur zu nehmen, geht nur, wenn wir auch den Großteil der Menschheit opfern.
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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  (Pyroraptor10) am Mi 19 Sep - 16:43

exi schrieb:Die Dominanz der Säuger in allen Lebensbereichen und Klimazonen ist so dominierend, daß praktisch nichts neues entstehen kann.
Es gibt schon viele nicht Säuger, die sich durchsetzten können(Megalania konnte ja auch in einer von Säugetieren dominierten Welt entstehen, ebenso wie große Krokodile.
exi schrieb:aber die säugenden Vögel
Gibt es schon heute, soweit ich weiß(Flamingos, Tauben und Kaiserpinguine, können in ihrem Kropf eine Milch ähnliche Substanz herstellen).
exi schrieb:die eisliebenden Echsen
Also mit einer Art Frostschutz, wie Insekten die in den hohen Bergen leben?
exi schrieb:die fliegenden Spinnen und viele andere Tiere der Zukunft werden sich daran erfreuen. gut gelaunt
Oder die Bakterien, die sich in der Strahlenhölle suhlen können.
exi schrieb:... Bewußtheit, Vernunft und Planungsvermögen sind bei den Menschen leider gering ausgeprägt.
Zumindest bei den Regierungen und den Leuten, die Leute die die Natur schützen wollen, als Terroristen sehen.
exi schrieb:(erst sterben die Bienen und fünf Jahre später alle Menschen...)
Könnten sich die Menschen denn nicht von Farnfressenden Pflanzenfressern(oder so etwas ähnlichem)ernähren?
exi schrieb:Rücksicht auf die Natur zu nehmen, geht nur, wenn wir auch den Großteil der Menschheit opfern.
Machen wir mit der Zerstörung der Dritten Welt, schon recht fleißig.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  +Raptor+ am Mi 19 Sep - 19:09

Was haben die Säuger damit zu tun?die Affen sterben schnell aus.Zumindest die wo wegen der Eiszeit zerstört werden.......Der Löwe ist nich Nahrungsketten spitze und der Tiger auch nicht.Es sind Krokopdile.Und Amerika und Europa sind ausnahmen.Völgel und Atropoden haben viel mehr Arten.Elefanten wird es nicht mehr lange geben ob mit oder ohne Menschen......Exi ich verstehe deine Meinung garnicht. motzen verhauen silent

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  Thistle am Mi 19 Sep - 19:24

Ich denke ich verstehe schon was Exi meint.... aber ich finde es gefährlich...
Ich weiß selbst, wie aus dem, was einem im Moment schrecklich erscheint, wieder etwas Gutes erwachsen kann.
Aber das Schlechte deshalb künstlich herbeizuführen, ist einfach nur dumm.
Es besteht ein Unterschied zwischen Schicksal und gelebter Blödheit....
Aber es ist immer eine Gratwanderung...

Was man mit seinem eigenen Leben anstellt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  +Raptor+ am Mi 19 Sep - 19:26

Da hast du recht...

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  exi am Mi 19 Sep - 21:23

Thistle schrieb:Ich denke ich verstehe schon was Exi meint.... aber ich finde es gefährlich...

... und ich finde es schrecklich.
Praktisch habe ich die Menschheit ja bereits abgeschrieben. Aber ich gehe mal davon aus, daß ihr ebenso wie ich seht, daß sich die Menschheit nicht ändern wird. Wir saugen alles Öl aus dem Boden, verbrennen es und zerstören damit die Atmosphäre. Und nebenbei machen wir noch aus Notwendigkeit und Nachlässigkeit vieles kaputt.
Wenn die Menschheit spontan vernünftig würde und die Natur achten würde, müßte gut ein Drittel aller Menschen sterben. (Mit Menschen meine ich dabei Mitglieder der technischen Zivilisation - Naturvölker und naturnah lebende Menschen zählen eher zu den Tieren und werden bereits heute dermaßen behandelt.)
Wenn sich die Menschheit andererseits nicht ändert, dann kollabiert irgendwann die technische Zivilisation. Spätestens wenn das Erdöl ausgeht. Und dann werden mindestens zwei Drittel der Menschen sterben.
Aber...

Thistle schrieb:Ich weiß selbst, wie aus dem, was einem im Moment schrecklich erscheint, wieder etwas Gutes erwachsen kann.

... ich verlasse mich auf die Regenerationsfähigkeit der Natur. Alles und jeden zu vernichten liegt nicht in der Macht der Menschen. Und die Natur hat schon mehrfach bewiesen, daß sie sich an extrem widrige Umstände anpassen kann.
Wirkliche Sorgen solltet ihr euch nur um die Menschheit machen. Diese riskiert abrupt auszusterben und ohne Ersatz zu verschwinden. Aber alle anderen Lebensformen werden es - wenn die Menschen weg sein sollten - schon irgendwie schaffen.


Thistle schrieb:Aber das Schlechte deshalb künstlich herbeizuführen, ist einfach nur dumm.
Es besteht ein Unterschied zwischen Schicksal und gelebter Blödheit....
Aber es ist immer eine Gratwanderung...

... jedes Wesen kämpft und jagt mit den Waffen die es von der Natur bekommen hat. Und unsere Waffen sind nun einmal Werkzeuggebrauch und technischer Verstand. Deswegen kann man nicht sagen, daß wir das Schlechte künstlich herbeiführen. Irgendwie ist das was wir heute an der Natur verbrechen unsere Aufgabe in der Natur. So hat uns die Natur gemacht!

Und letztlich sehe ich das Problem mit der Menschheit nicht darin, wie sie sind, sondern darin wie viele sie sind. Wie bei allen anderen Wesen (etwa Raubtiere, Algen, Misteln) schadet weniger das streben des Individuums nach Erfüllung seiner Bedürfnisse, sondern die Überpopulation macht erst das Problem. Und die natürliche Reaktion der Welt besteht darin, daß die Überpopulation zur Zerstörung der Lebensgrundlage führt, gefolgt vom abrupten Abfall der Population auf ein gesundes Ausmaß (bis hin zum Aussterben).
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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  Thistle am Mi 19 Sep - 21:45

... jedes Wesen kämpft und jagt mit den Waffen die es von der Natur bekommen hat. Und unsere Waffen sind nun einmal Werkzeuggebrauch und technischer Verstand. Deswegen kann man nicht sagen, daß wir das Schlechte künstlich herbeiführen. Irgendwie ist das was wir heute an der Natur verbrechen unsere Aufgabe in der Natur. So hat uns die Natur gemacht!

Da muss man aber eben auch daran denken, dass Menschen in der Lage sind, eben anders zu handeln. Du musst nicht den Typen der dir im Weg steht niederschlagen, du kannst ihn auch nett fragen ob er dich vorbeilässt.
Nur so als primitives Beispiel.
Dass das nicht immer so einfach ist, ist mir auch klar, aber wozu haben Menschen Verstand und Moral?
Menschen sind immer zwiespältig. Von Tieren ist mir das so in dem Ausmaß nicht bekannt.
Diese ganze Welt ist ein Ort des Zwiespalts, ob innen oder außen.

Und letztlich sehe ich das Problem mit der Menschheit nicht darin, wie sie sind, sondern darin wie viele sie sind. Wie bei allen anderen Wesen (etwa Raubtiere, Algen, Misteln) schadet weniger das streben des Individuums nach Erfüllung seiner Bedürfnisse, sondern die Überpopulation macht erst das Problem. Und die natürliche Reaktion der Welt besteht darin, daß die Überpopulation zur Zerstörung der Lebensgrundlage führt, gefolgt vom abrupten Abfall der Population auf ein gesundes Ausmaß (bis hin zum Aussterben).

Ich sehe auch nicht das Problem in der Zivilisation an sich. Sondern einfach an der unglaublichen Menge von Menschen die es gibt, und an der materialistischen Einstellung und Mammon-Verehrung. Ich bin wirklich der Letzte, der sagen würde, alle sollen mit Kartoffelsäcken und Jesuslatschen in den Wald ziehen. Aber ich bin auch ein Gegner der momentanen Verhältnisse. Genau so ist mir aber auch bewusst, dass man nicht alles von heute auf morgen über den Haufen werfen kann. Eine bessere Alternative fällt mir auch nicht ein, da ich Menschen überwiegend für latent gefährlich und unkontrolliert halte. Anarchie wäre so ziemlich das Schlimmste was der Menschheit passieren könnte, bei dem momentanen geistigen Allgemeinzustand.
Im Großen und Ganzen halte ich mich heraus, aber das hält mich nicht davon ab, wenn es nötig ist, meine Meinung zu sagen.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  (Pyroraptor10) am Mi 19 Sep - 21:52

Thistle schrieb:
... jedes Wesen kämpft und jagt mit den Waffen die es von der Natur bekommen hat. Und unsere Waffen sind nun einmal Werkzeuggebrauch und technischer Verstand. Deswegen kann man nicht sagen, daß wir das Schlechte künstlich herbeiführen. Irgendwie ist das was wir heute an der Natur verbrechen unsere Aufgabe in der Natur. So hat uns die Natur gemacht!

Da muss man aber eben auch daran denken, dass Menschen in der Lage sind, eben anders zu handeln. Du musst nicht den Typen der dir im Weg steht niederschlagen, du kannst ihn auch nett fragen ob er dich vorbeilässt.
Man kann das auch auf Tiere übertragen, man kann jemanden, der im Weg steht attackieren oder weg Brüllen. Die nette Alternative, wäre ihm aus dem Weg zu gehen. Moral haben sie aber nicht, eher das Beste wählen, wo sie sich nicht in Gefahr bringen.
Thistle schrieb:Dass das nicht immer so einfach ist, ist mir auch klar, aber wozu haben Menschen Verstand und Moral?
Menschen sind immer zwiespältig. Von Tieren ist mir das so in dem Ausmaß nicht bekannt.
Diese ganze Welt ist ein Ort des Zwiespalts, ob innen oder außen.
Würde ich mit der Erziehung begründen. Aber ohne Erziehung, wären wir nicht anders, als Tiere.
Thistle schrieb:Ich bin wirklich der Letzte, der sagen würde, alle sollen mit Kartoffelsäcken und Jesuslatschen in den Wald ziehen.
Würde ich auch nicht erwarten, denn das ist schon ziemlich Übertrieben.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  Dilophosaurus am Mi 3 Okt - 16:14

Ich könnte kotzen...
Nein, nicht weil der böse Mensch die ganze Natur zerstört, sondern dass hier der Mensch, wir, nochmal WIR, als "Missgebilde der Evolution" bezeichnet wird. Der Mensch ist ein Tier, ein sehr anpassungsfähiges Tier und das ist ein Meisterwerk der Evolution. Wir haben Dinge erreicht, die kein anderes Wirbeltier erreicht hat, aber alle Lebewesen von Natur aus anstreben: Wir haben verschiedenste Lebensräume erobert und sind die meisten Konkurrenten losgeworden. Jedes Lebewesen würde so handeln, wenn es die Voraussetzungen hätte, nicht nur der Mensch. Unser Gehirn ist zu den verschiedensten wunderbaren Dingen fähig.
Ja, wir zerstören die Umwelt, das bestreite ich gar nicht. Aber tun wir das, weil wir böse oder schlecht sind? Nein, wir tun es, weil wir Lebewesen sind, weil es in unserer Natur liegt. Das ganze Problem an der Sache: Wir sind "zu gut" für die Erde. Soll heißen, das restliche Ökosystem kommt mit unserem riesigen evolutionären Vorteil nicht mehr klar, er wird sogar für uns selbst zur Gefahr, seien es Atommüll, Kernwaffen, etc.. Hier wird sich zeigen, ob der Mensch ein Erfolgsmodell ist oder grandios scheitern wird, ich finde, wir haben das Potential dazu, mit den Problemen fertig zu werden.

Ich versuch mich zurückzuhalten, aber ich muss jetzt wirklich nochmal schimpfen: Ist euch bewusst, dass ihr selbst Menschen seid? Die Frage ist ernst gemeint. Wenn ihr sagt "Der Mensch zerstört die Umwelt", "Der Mensch ist schlecht", redet ihr da bewusst auch von euch oder nicht? Wenn manch einer hier hofft, dass die Menschheit ausgerottet wird, denkt derjenige dann auch an sich? Würdet ihr euch während des drohenden Untergangs wirklich freuen oder doch nicht lieber in Panik geraten und versuchen zu überleben? Oder was ist mit eurer Familie und euren Freunden? Wünscht ihr euch wirklich für all diese Menschen den Untergang? Das kann nicht euer Ernst sein. Ich hoffe, jedem von euch, der die Thread-Frage mit "Nein" oder dergleichen beantwortet hat, ist sich bewusst, dass er damit sagt: "Ich habe kein Herz, ich bin ein Monster, es wäre besser, ich wäre nicht hier". Aber das glaub ich euch nicht.

Die Menschen sind nicht nur die, die Tiere aus Spaß töten, den Regenwald roden und den Atommüll nicht richtig lagern, ihr seid auch Menschen, auch ich bin einer. Ich halte mich nicht für ein Monster und euch auch nicht. Die Welt wird nicht besser, wenn man sich immer über den "bösen Menschen" aufregt, es wäre aber auch naiv anzunehmen, dass wir diesen Planeten in ein Paradies verwandeln. Aber was wir können ist eins: Zeigen, dass Menschen auch die Probleme, die sie verursachen, erkennen können und entsprechend handeln.


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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  Dilophosaurus am Fr 5 Okt - 15:41

Ergänzung: Ich hab mich wieder beruhigt und nochmal genauer die Beiträge und das Threadthema durchgelesen. Mein erster Irrtum war wohl, dass ich "Haben Menschen ein Herz" für die Umfrage gehalten habe, dem ist wohl nicht so. Also bei der Frage, ob wir das Recht auf Zerstörung haben, würde ich mich gerne Exi anschließen: Nur der Mensch kann sich dieses Recht geben oder nehmen, eine Pflicht gibt es natürlich nicht.
Ich hoff ich habe niemanden beleidigt oder eingeschüchtert, aber das Thema verfolgt mich schon eine Weile, vor allem der zunehmende Menschenhass angesichts der Umweltzerstörung. Dieser Thread war wohl der bekannte letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat. Um meinen Beitrag noch einmal neutraler zusammenzufassen:
Die Umweltzerstörung ist ein gewaltiges Problem, dem wir uns stellen müssen, wir alle. Verzweiflung und Pessimismus ist verständlich, aber auch nicht des Rätsels Lösung. Es wird nach Alternativen geforscht und das ist gut so, ob wir es schaffen, kann man nur hoffen, wir hätten das Potential. Auch wenn man im Menschen gerne das Schlechte sieht, sollte man auch die guten Dinge nicht vergessen. Viele Menschen engagieren sich für die Umwelt und ihre Mitmenschen, nicht alle sind "schlecht". Wie in vielen Dingen gilt auch hier: Nicht verallgemeinern. Mir wäre es lieber, wenn manch einer (nicht unbedingt hier auf das Forum bezogen, sondern wirklich allgemein) den Menschen nicht als Gegenspieler der Natur versteht, sondern als Teil von ihr. Die Natur ist kein Wesen, das eine gewisse Ordnung anstrebt, sie ist einfach nur ein System verschiedener Organismen und anderer Dinge, die sich selbst ins Gleichgewicht bringen. Gleichgewicht bedeutet aber nicht, dass es allen Lebewesen gut geht. Ein Gleichgewicht pendelt sich ein, wenn sich die Lebewesen an neue Veränderungen angepasst haben, so funktioniert Evolution. Der Mensch selbst ist im Prinzip auch nur eine Art Umweltkatastrophe, eine ziemlich gravierende, der sich die anderen Lebewesen anpassen müssen. Wer sich nicht anpasst, stirbt aus, das gilt in diesem Fall sogar für die Katastrophe selbst.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  Altispinax am Fr 5 Okt - 17:29

Ja, der Titel ist ein wenig irreführend.
Ich persönlich denke, dass man zersören kann, es aber auch lassen kann. Das mit dem "Recht auf etwas" ist aber so eine Sache... Das "Recht auf Zerstörung" haben wir nicht, aber wir tun es, weil es unsere Lebenssituation angenehmer macht. Wir denken nicht darüber nach, ob man etwas tun sollte oder nicht, sondern nur darüber, ob man es kann. Das ist es, was mich aufregt, diese Blindheit. (Wir können, also tun wir es auch.) Es gibt jedoch nur wenige, die daran denken, was für Folgen das haben kann. Und wenn man mal richtig darüber nachdenkt, kommt man zu dem Ergebnis, dass das alles nur getan wird, um uns das Leben angenehmer zu gestalten z.B.
- Staudämme zur Stromgewinnung, auch wenn dafür ein riesiges Gebiet einem Stausee weichen muss und überflutet wird,
- Rodung der Regenwälder, um dort Lebensmittel anzubauen, damit wir nicht hungern, oder um aus dem Holz Tische, Stüle etc. herzustellen,
- Zerstörung von anderen Naturlandschaften für Baugebiet, damit jeder genug "Freiraum" zum Leben hat.
Am Ende läuft auch das wieder auf Geldmacherei hinaus, denn Geld regiert ja bekanntlich die Welt.
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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  (Pyroraptor10) am Fr 12 Okt - 18:36

Dilophosaurus schrieb:Ich könnte kotzen...
Nein, nicht weil der böse Mensch die ganze Natur zerstört, sondern dass hier der Mensch, wir, nochmal WIR, als "Missgebilde der Evolution" bezeichnet wird. Der Mensch ist ein Tier, ein sehr anpassungsfähiges Tier und das ist ein Meisterwerk der Evolution. Wir haben Dinge erreicht, die kein anderes Wirbeltier erreicht hat, aber alle Lebewesen von Natur aus anstreben: Wir haben verschiedenste Lebensräume erobert und sind die meisten Konkurrenten losgeworden. Jedes Lebewesen würde so handeln, wenn es die Voraussetzungen hätte, nicht nur der Mensch. Unser Gehirn ist zu den verschiedensten wunderbaren Dingen fähig.
Ja, wir zerstören die Umwelt, das bestreite ich gar nicht. Aber tun wir das, weil wir böse oder schlecht sind? Nein, wir tun es, weil wir Lebewesen sind, weil es in unserer Natur liegt. Das ganze Problem an der Sache: Wir sind "zu gut" für die Erde. Soll heißen, das restliche Ökosystem kommt mit unserem riesigen evolutionären Vorteil nicht mehr klar, er wird sogar für uns selbst zur Gefahr, seien es Atommüll, Kernwaffen, etc.. Hier wird sich zeigen, ob der Mensch ein Erfolgsmodell ist oder grandios scheitern wird, ich finde, wir haben das Potential dazu, mit den Problemen fertig zu werden.

Ich versuch mich zurückzuhalten, aber ich muss jetzt wirklich nochmal schimpfen: Ist euch bewusst, dass ihr selbst Menschen seid? Die Frage ist ernst gemeint. Wenn ihr sagt "Der Mensch zerstört die Umwelt", "Der Mensch ist schlecht", redet ihr da bewusst auch von euch oder nicht? Wenn manch einer hier hofft, dass die Menschheit ausgerottet wird, denkt derjenige dann auch an sich? Würdet ihr euch während des drohenden Untergangs wirklich freuen oder doch nicht lieber in Panik geraten und versuchen zu überleben? Oder was ist mit eurer Familie und euren Freunden? Wünscht ihr euch wirklich für all diese Menschen den Untergang? Das kann nicht euer Ernst sein. Ich hoffe, jedem von euch, der die Thread-Frage mit "Nein" oder dergleichen beantwortet hat, ist sich bewusst, dass er damit sagt: "Ich habe kein Herz, ich bin ein Monster, es wäre besser, ich wäre nicht hier". Aber das glaub ich euch nicht.

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Ich will nicht sagen wir wären die einzigen die alles vernichten. Ja es passiert, dass Tiere andere Ausrotten und vernichten, mich nervt nur, dass wir es voll bewusst tun und dass die Leute die Helfen wollen, als Terroristen festgenommen werden und die Chancen zur Rettung der Welt, aufgegeben werden zum Luxus. Das mit dem"haben wir ein Herz"ist etwas falsch, hast du auch schon festgestellt. Das mit dem Recht ist auch so eine Frage, dass hat was mit Ethik zu tun.
Das mit der Misevolution wurde lediglich von Raptor gesagt, ich glaube daran nicht(Ich muss schon sagen, er hat es ziemlich weit getrieben, er hat auch gehofft dass der Komet 2030 trifft). Ich glaube Raptor wollte nur fragen"ist es gut was gemacht wird?".
Ist jetzt vielleicht schwierig zu bestimmen. Das ich auch ein Teil des"wir"bin ist mir klar und ich will mich auch nicht irgendwie abheben.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  Thistle am Fr 12 Okt - 18:58

Mir fällt immer wieder auf, wie (um es mit deinen Worten auszudrücken) weit es Leute gedanklich treiben, wenn sie sehen, wie andere Leute mit der Welt umgehen. Beispiel: Wissenschaftler, die an Tieren experimentieren, auf grausamste Weise misshandeln. Ich finde weder dieses Denken gut, noch die Handlungen die zu einem solchen Denken veranlassen.

Ich kann verstehen dass jemand die Menschheit vom Planeten entfernen will. Es ist eine sehr rabiate Lösung, das schon. Aber die Gefühle die so ein Denken auslösen.... die kann ich wirklich nachvollziehen...
Gestern las ich wieder etwas über die Haie, die in Massen wegen ihrer Flossen gejagt werden. So sinnlos. Haie haben den Planeten länger bevölkert als jeder Dinosaurier, und jetzt werden sie von den Menschen innerhalb weniger Jahrzehnte an den Rand des Aussterbens getrieben - wegen einer völlig überflüssigen "Delikatesse"! Haifischflossensuppe ist Fressen für Reiche, enthält keinerlei Nährstoffe und hat nicht mal einen Eigengeschmack. Nicht dass es etwas ändern würde wenn das anders wäre, aber so ist es noch sinnloser.

Wer bei sowas nicht entweder in blanke Wut, blanke Verzweiflung oder den verzweifelten Wunsch etwas zu tun verfällt, der ist doch nicht normal im Kopf.

Man kann nicht alles ändern, man muss aber auch nicht alles stillschweigend hinnehmen. Es ist nur wichtig dass man seine Gefühle richtig kanalisiert und nicht in blanken Hass verfällt - was allerdings, je mehr man sich damit beschäftigt, zunehmend schwerer wird.

Zu allem anderen werde ich mich nicht äußern.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  (Pyroraptor10) am Sa 13 Okt - 17:50

Ja, es ist schon sehr schlimm was gemacht wird, aber Menschen vernichten macht die Sache nicht besser, weil das alles irgendwie gerettet werden muss und du weißt sicher auch aus anderen Posts, was ich von Umweltvernichtung halte. Ich habe mich ja schon geäußert was ich davon halte, wenn man tausende von Dollar ausgibt um das Klima zu retten, man aber die Regenwälder(wichtig um das Klima stabil zu halten!!!)abholtzt, um en paar Dollar zu bekommen, wegen dem Holz.
Nun hat das alles aber nichts mit einem"Recht"zu tun, sondern ob das gut oder schlecht ist(was auch das eigentliche Thema des THerads zu sein scheint)und da ist die Antwort offenschtlich.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  (Pyroraptor10) am Sa 13 Okt - 18:00

Es gibt jezt auch eine Knallrote Liste, falls es jemanden interessiert:
Priceless or Worthless?

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  Thistle am Sa 13 Okt - 20:00

Keine Sorge. Ich denke nach wie vor nicht, dass irgendeiner hier ernsthaft Umweltzerstörung befürwortet....

Aber Pyroraptor, glaubst du wirklich, dass der ganze Regenwald nur wegen Holz draufgeht? Holz ist heutzutage das kleinste Problem... auch eins, aber nichts im Vergleich zu den anderen Problemen, die da wären:
1. Nutztierhaltung und Anbau von Futter für diese (vor allem Gensoja) - dafür gehen solche gigantischen Regenwaldflächen drauf, dass es nichts anderes als katastrophal ist.
2. Palmöl. Sehr akutes Problem in Ostasien - Regenwald wird innerhalb kurzer Zeit in gewaltigem Ausmaß durch Palmen-Monokulturen ersetzt.
3. E10.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  Dilophosaurus am So 14 Okt - 10:45

(Pyroraptor10) schrieb:
Ich will nicht sagen wir wären die einzigen die alles vernichten. Ja es passiert, dass Tiere andere Ausrotten und vernichten, mich nervt nur, dass wir es voll bewusst tun und dass die Leute die Helfen wollen, als Terroristen festgenommen werden und die Chancen zur Rettung der Welt, aufgegeben werden zum Luxus.

Was heißt bewusst? Es ist einfach ein Trugschluss, dass der Mensch allein nach Vernunft handelt, er will leben wie jedes andere Lebewesen auch. Das nach dem Motto "Nach mir die Sintflut" zu tun, ist zwar beängstigend, vor allem bei unseren Fähigkeiten, aber mal ehrlich, damit sind wir in der Natur keine Ausnahme. Das mit den Terroristen finde ich ein wenig überspitzt, sicher gibt und gab es solche Fälle, trotzdem trifft das nicht auf die Allgemeinheit zu. Meiner Meinung nach brauchen sich aber auch Organisationen wie SeaShepard oder PETA nicht wundern, wenn man auf ihre Aktionen entsprechend reagiert.
Das ganze Thema Umweltschutz ist viel zu komplex, um hier zwischen den "Bösen mit ihrem Luxus" und den "Weltrettern" zu unterscheiden. Du kannst zum Beispiel nicht einfach die Abholzung des Regenwaldes und die Haijagd verbieten, ohne große wirtschaftliche Konsequenzen zu befürchten. In ärmeren Ländern leben viele von unserem Drang zur Umweltzerstörung, wenn wir auf einmal alle zu Vollblut-Ökos werden, gibts eine große Krise bei denen.

Thistle schrieb:Ich kann verstehen dass jemand die Menschheit vom Planeten entfernen will. Es ist eine sehr rabiate Lösung, das schon. Aber die Gefühle die so ein Denken auslösen.... die kann ich wirklich nachvollziehen...
Klar, ist es nachvollziehbar. Mir gefällt einfach der Gedanke nicht, dass wir die "Bösen" sind und die Welt es so viel besser ohne uns hätte. Wir sind oder haben eine große Veränderung ausgelöst, andere müssen sich jetzt daran anpassen, wenn nicht, Pech gehabt. Das ist hart formuliert und entspricht wahrscheinlich nicht ganz den Ansichten anderer hier, aber so funktioniert die Natur eben: Pass dich an oder stirb aus.
Ich versteh die Verzweiflung und auch die Schuldgefühle. Aber anstatt der Menschheit den Tod zu wünschen und einer scheinbar paradiesischen Vergangenheit nachzutrauern, sollte man sich lieber für Umweltschutz stark machen und die richtigen unterstützen. Nicht japanische Walfänger entern oder dubiose Proteste starten, das bringt meiner Meinung nach gar nichts und erweckt, um mal auf Pyroraptors Beitrag einzugehen, den komplett falschen Eindruck. Auf politischer Ebene muss was getan werden, keine Kurzschlusshandlungen wie die deutsche Energiewende (ich hab langsam das Gefühl, ich weiche ab...), sondern gut durchdachte Änderungen, die alle berücksichtigen: den Umweltschutz, sowie die Bedürfnisse sowohl von Industrienationen als auch Entwicklungsländern.
(Das klingt wie die Rede eines Politikers, war eigentlich nicht geplant lustig )

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  (Pyroraptor10) am So 14 Okt - 17:40

Thistle schrieb:Wer bei sowas nicht entweder in blanke Wut, blanke Verzweiflung oder den verzweifelten Wunsch etwas zu tun verfällt, der ist doch nicht normal im Kopf.
Habe ich getan als ich das fand.
Auch wenn es dem Schutz von Menschen dient, gibt es weit schlimmere Killer. Wenn man viele Menschen retten will, sollte man sich vielleicht um etwas kümmern was auch mehr Menschen umbringt, anstatt sich um etwas zu kümmern, was einige wenige Menschen tötet. Das ist nicht nur schlimm für den Hai, sondern auch Zeitverschwendung. Es gibt Sachen die soviel mehr Menschen töten.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  Altispinax am So 14 Okt - 18:26

Von den Australiern hätte ich das jetzt nicht erwartet, eher von den Amis. Besonders, weil sich die Australier sonst eher etwas mehr für den Artenschutz interessieren, z.B. Schutz des Great Barrier Reefs, seltener Vögel wie der Kagu, und auch im Landesinneren wird einiges getan, um Arten zu schützen oder "wiederzufinden".

Ihr habt absolut recht, diese sinnlosen Abschlachtung von Haien, nur damit sie die Flossen essen können. Es ist ja nicht nur das, die Tiere werden danach wieder ins Meer zurückgeworfen - lebendig. No Andere Meeresbewohner bekommen so zwar eine Mahlzeit, aber die Haie müssen unnötig leiden, nur damit irgendwelche reichen Schnösel ihre Suppe kriegen zornig . Und wie Thistle bereits schrieb, enthält die Suppe nicht mal Nährstoffe. Sie wird nur wegen irgendwelchem bescheuerten (entschuldigt meine Wortwahl) Aberglauben gegessen. zornig Und auch Pyro´s Meinung teile ich. Anstatt Haie zu töten, sollten die sich lieber um Mittel gegen Krankheiten und Gegengifte für giftige Spinnen, Schlangen, Skorpione oder Quallen kümmern. motzen Vielleicht sehe ich jetzt auch etwas zu schwarz, aber ich sehe die Haie praktisch schon als ausgestorben, und es wird auch nicht mehr lange dauern, wenn das Töten so weitergeht. Sie haben die Dinosaurier und mehrere große Massenaussterben überlebt, und werden jetzt von Kapitalisten ausgerottet, die sich den Aberglauben zunutze machen. Sad
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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  (Pyroraptor10) am So 14 Okt - 18:34

Vielleicht tröstet es euch, dass es Haie gibt, die nicht so viele Probleme haben(wie Dornhaie). Das Hochseehaie schon tot sind ist aber klar.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  (Pyroraptor10) am Sa 17 Mai - 19:39

Um den Thread mal zu beleben, der Artikel hier ist interessant:
http://www.huffingtonpost.de/2014/05/17/europawahl-jugendliche-gruen_n_5343405.html?ref=topbar
Ich hatte schon eine Weile das Gefühl, dass unsere Jugend mehr Links, mehr pro-Umwelt orientiert ist und die Grünen liebt (besonders nach einer Wahlsimulation in unserer Klasse), aber nun gibt es auch Beweise dafür. Ob das jetzt toll ist (für die meisten wahrscheinlich ja), muss sich jeder selber beantworten.
Der Kommentar von Uwe Ostertag war auf jeden Fall richtig dämlich. Bio-Kram unbezahlbar? Wenn man in Armut lebt, klar, aber die meisten hierzulande müssten in der Lage sein, sich locker etwas höhere Ausgaben für Essen zu leisten (in vielen Ländern um Deutschland herum geben die Leute deutlich mehr Geld im Durchschnitt für Essen aus und das scheint finanziell kein Problem zu sein, ich kann auf Aufforderung Quellen zeigen).

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  Thistle am Sa 17 Mai - 20:23

Ich finde es trotzdem nicht ok, dass Bio-Produkte so vermarktet werden und teurer sind als der herkömmliche Fraß!
1) Bio ist ein Riesengeschäft und da wird unheimlich viel betrogen. "Echtes" Bio gibt es kaum.
2) Viele Leute haben wirklich wenig Geld, da kann man ihnen nicht mal einen Vorwurf machen, wenn sie Billigfraß kaufen (wobei man sich dann schon überlegen sollte, ob man, übertrieben ausgedrückt, 2 Autos, jeden Tag ne Schachtel Zigaretten und ähnliches braucht)
3) Es werden so oder so zu viele Lebensmittel weggeschmissen.
4) Man soll nicht glauben, dass "möglichst viel konsumieren" mit "hoher Lebensqualität" gleichbedeutend ist. Jedoch kann es auch nicht sein, dass viele Leute selbst bei den einfachsten Grundbedürfnissen sparen müssen, hochwertige Lebensmittel teurer sind als Schrott und ökologisch produzierter Strom mehr kostet als Atomstrom. Klamotten bei KIK unendlich viel billiger sind als Fair Trade-Klamotten usw. usf.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  (Pyroraptor10) am Sa 17 Mai - 20:29

1) Darüber weiß ich nichts, aber das glaube dir das einfach mal.
2) Das habe ich in meinem Post erwähnt, ich habe von der Mehrheit geredet.
3) Da kann ich voll und ganz zustimmen, würde man weniger wegschmeißen, müsste es nicht so teuer sein (weil einfach mehr vorhanden ist, Angebot und Nachfrage).
4) Ich habe nicht von mehr konsumieren geredet, da Bio nicht mehr ist als normal, nur teuerer.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  Thistle am Sa 17 Mai - 20:45

Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es schwierig ist, die Allgemeinheit zu einer ökologischeren Lebensweise anzuhalten, wenn Bio so viel teurer ist und etliche Leute nicht mal wirklich über die Runden kommen, wenn sie "normales" Zeug kaufen (wobei natürlich eigentlich "Bio" normal ist, sofern es echtes Bio ist).
Damit will ich jetzt nicht dazu auffordern, Schrott zu konsumieren, ganz im Gegenteil. Ich befürchte nur, dass die Kluft zwischen Arm und Reich noch größer wird, wenn z.B. der Strom einfach grundsätzlich teurer wird, wenn er ökologisch produziert wird. Dann sitzen bald einige Leute im Dunkeln.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  (Pyroraptor10) am Sa 17 Mai - 21:17

Ich würde da abwarten, wie sich die Mindestlohn Geschichte entwickelt. Da der recht großzügig sein soll, wird der die Zahl der Leute, die den Strom abgeschaltet bekommen müssen deutlich abnehmen. Auch wenn ich glaube, dass der kaum lange bleiben wird, weil Wirtschaft scheinbar ohne Kluft nicht existieren kann.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  Dilophosaurus am Sa 17 Mai - 22:48

(Pyroraptor10) schrieb:Um den Thread mal zu beleben, der Artikel hier ist interessant:
http://www.huffingtonpost.de/2014/05/17/europawahl-jugendliche-gruen_n_5343405.html?ref=topbar
Ich hatte schon eine Weile das Gefühl, dass unsere Jugend mehr Links, mehr pro-Umwelt orientiert ist und die Grünen liebt (besonders nach einer Wahlsimulation in unserer Klasse), aber nun gibt es auch Beweise dafür. Ob das jetzt toll ist (für die meisten wahrscheinlich ja), muss sich jeder selber beantworten.
Der Kommentar von Uwe Ostertag war auf jeden Fall richtig dämlich. Bio-Kram unbezahlbar? Wenn man in Armut lebt, klar, aber die meisten hierzulande müssten in der Lage sein, sich locker etwas höhere Ausgaben für Essen zu leisten (in vielen Ländern um Deutschland herum geben die Leute deutlich mehr Geld im Durchschnitt für Essen aus und das scheint finanziell kein Problem zu sein, ich kann auf Aufforderung Quellen zeigen).

Die Haltung der Jugendlichen ist sicherlich begrüßenswert, allerdings würde noch nicht so viel darauf geben. Allein die gute Stellung der Tierschutzpartei (die ja politisch keine bedeutende Rolle spielt), zeigt für mich eher, dass bei dieser Wahl viel emotionalisiert wird. Mich wunderts ja, dass die ÖDP nicht auftaucht, vielleicht sind sie ihnen zu konservativ...
Tja und der Kommentar von besagtem Herrn Ostertag, das ist nur wieder allgemeines Polemisieren gegen ein "Links-Grünes" Feindbild, liest man öfters, sind halt die alten Stänkerer.^^

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  (Pyroraptor10) am Sa 17 Mai - 22:52

Dilophosaurus schrieb:Tja und der Kommentar von besagtem Herrn Ostertag, das ist nur wieder allgemeines Polemisieren gegen ein "Links-Grünes" Feindbild, liest man öfters, sind halt die alten Stänkerer.^^
Ich weiß, der Typ schreibt öfters Kommentare bei Huffington Post, verteidigt übrigens auch die eurokritischen Parteien und sieht die EU als Unterwerfung gegenüber Amerika an. Diese Überkonservativen halt…

Dass die Wahl emotional war ist nicht schlimm, sind halt Jugendliche.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  Dilophosaurus am So 18 Mai - 18:50

Ich sag ja nicht, dass es schlimm ist. Nur, dass es nicht viel über das künftige Wahlverhalten aussagt.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  (Pyroraptor10) am Mo 19 Mai - 18:19

Ich kann mir aber dennoch vorstellen, dass unsere Gesellschaft ziemlich nach Links rücken wird. Allein schon wenn man sich ansieht, wie unbeliebt die rechten oder mittleren Parteien im Internet sind.
Vielleicht sollte ich einen extra Thread dafür eröffnen und auch meine eigene Meinung sagen.

P.S. Eigentlich schade, dass +Raptor+ nicht mehr da ist. Seine Meinungen waren radikal, aber er war nunmal 11. Ich bin mir sicher, jetzt hat sich viel geändert.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  Thistle am Mo 19 Mai - 23:48

(Pyroraptor10) schrieb:Ich kann mir aber dennoch vorstellen, dass unsere Gesellschaft ziemlich nach Links rücken wird. Allein schon wenn man sich ansieht, wie unbeliebt die rechten oder mittleren Parteien im Internet sind.
Vielleicht sollte ich einen extra Thread dafür eröffnen und auch meine eigene Meinung sagen.

P.S. Eigentlich schade, dass +Raptor+ nicht mehr da ist. Seine Meinungen waren radikal, aber er war nunmal 11. Ich bin mir sicher, jetzt hat sich viel geändert.

Andererseits finden [zensiert] wie die AfD erschreckenden Zulauf. Während wirklich anständige Parteien wie die Piraten kaum noch zu Wort kommen.

Den vermisse ich auch. Hoffentlich kommt er wieder.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  (Pyroraptor10) am Di 20 Mai - 15:20

Das mit der AfD hat aber andere Gründe. Wenn es eine Krise gibt, wollen die Leute so gut wie immer eine starke Hand von rechts. Da ich glaube, dass sich die Krise in ein paar Jahren wieder legen wird, werden die Typen langfristig keine große Bedrohung sein (besonders weil die sich kaum von 4,7% auf einen ernsthaften Wähleranteil vergrößern können, also höher als der von den Grünen oder den Linken). Ich mache mir eher Sorgen wegen der FPÖ, die momentan die zweitstärkste Partei in Österreich ist.

Wie ich schon sagte, das braucht einen extra-Thread.

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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  Amniot am Mo 22 Mai - 18:04

Da hier diversen Tieren und Viren das Ausrotten anderer Tiere vorgeworfen wird, stelle ich einmal folgende Frage:

Wieviele Tierarten hat der Schakal (wurde erwähnt), das Virus (kein Lebewesen per Definition, wurde aber zusammen mit dem Schakal aus ausrottende Tierart erwähnt), oder der Schimpanse, welcher mit Steinen nach Würgeschlangen wirft, in den letzten 2000 Jahren ausgerottet?

Antwort: Nicht eine Enzige, bzw. nicht bekannt.

Weitergehende Frage: Wie viele Tierarten hat der Mensch im selben Zeitraum ausgerottet?

Antwort: Unzählige. Jährlich verschwinden durch den Menschen 58000 (achtundfünfzigtausend) Tierarten. Und wie viele Pflanzenarten? Ich weiß es nicht, aber mehr als Eine Wink

Dürfen wir das? Nein. Warum? Weil es nicht unser Überleben sichert, sondern mächtige Menschen noch mächtiger und reicher macht.

Wir dürfen meiner Meinung nach Lebewesen dann mit den eigenen Händen töten, wenn sie unser Leben situativ direkt bedrohen, oder wir den Hungertod abwenden müssen, dann aber bitte selber töten (wer es kann). Ich könnte es nicht, weil ich nicht in der Wildnis aufgewachsen bin (was ich sehr bedauere)! Allerdings ganz gewiss nicht des Tötens wegen pale Sondern aus anderen Gründen ...
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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  Dilophosaurus am Mo 22 Mai - 20:25

Ich hab es auch bereits in einem anderen Thread festgestellt: es ist interessant meine alten Beiträge von damals zu lesen. Würde man mir meinen ähh "emotionalen Textblock" von vor fünf Jahren heute vorlesen, ich wüsste nicht ob ich den auf Anhieb als den meinigen erkennen würde. Bei manchen Formulierungen hab ich gerade echt die Augenbrauen verzogen...

Meine Grundaussage hat sich aber tatsächlich nur wenig verändert: der Mensch ist seinem Verhalten eigentlich nichts besonderes. Wir vermehren uns, wir erobern neue Lebensräume, wir verdrängen andere Arten. Auf andere Tiere angewandt ist das jetzt eigentlich nicht der Rede wert, das ist der Lauf der Natur, Evolution. Und ja, wir sind dabei sehr erfolgreich. Ich weigere mich den egozentrischen Begriff "Krone der Schöpfung" zu nutzen, aber rein objektiv betrachtet sind wir derzeit das erfolgreichste Wirbeltier des Planeten. Soweit die nüchterne Feststellung.
Nur wir Menschen haben halt auch das Problem bzw. den Vorteil, dass wir unser Verhalten reflektiert betrachten können. Wir können feststellen, dass eine Ausbeute natürlicher Ressourcen nicht ewig funktioniert (das könnte ein Heuschreckenschwarm nicht). Heißt wir werden der Umweltveränderungen, die wir auslösen bewusst. Die Frage ob wir oder allgemein eine einzelne Art die Umwelt "zerstören" (in Anführungszeichen, weil das ein relativer Begriff ist) oder andere Arten verdrängen oder gar ausrotten darf, stellt sich hier auch meiner Meinung nach nicht. Da ist keine übergeordnete Instanz, die uns oder irgendeinem anderen Lebewesen das verbieten könnte. Es geht eher darum, ob wir es tun sollten? Gründe dagegen gäbs ja einige. Erhaltung einer hohen Biodiversität, die wir selbst zum Überleben brauchen. Die eventuell bislang unbekannte Heilmittel liefert. Die ein Forschungsgegenstand ist, der einerseits schlicht unsere wissenschaftliche Neugierde befriedigt, andererseits möglicherweise Lösungen für unsere eigenen Probleme bietet. Und dann wären da ja auch noch "egoistischere" Gründe wie die simple Freude an einer diverseren Natur.
Ich bin skeptisch, wenn ein schlechtes Gewissen der alleinige Antrieb für Naturschutz ist. Wir müssen uns vor niemandem verantworten, außer vor uns selbst.


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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  Amniot am Mo 22 Mai - 22:48

Dilophosaurus schrieb: Wir vermehren uns, wir erobern neue Lebensräume, wir verdrängen andere Arten. [...]  Und ja, wir sind dabei sehr erfolgreich.

Hehe, ja auf eine Art und Weise sind wir so etwas, wie ein Katastrophentaxon, so scherze ich gern tongue
Das ist auch ein wichtiger Punkt, den Du dort aufgefasst hast. Evolutiv ist das normal (das wir Menschen alles zerstören und töten). Es ist der natürliche Lauf der Dinge. Und doch wehrt sich eine Stimme in mir, die sagt: "Das gibt mir aber keinen moralischen Freischein ''die Sau durchs Dorf zu treiben'', auf welche Weise auch immer. Und genau diese Selbstverantwortung, die Du erwähntest, hält mich dann an, mein Handeln zu überdenken, ob meine eigene (danach muss ja jeder Einzelne für sich selbst gehen) Ethik einer Welt entspricht, in der ich alles ''fresse'', hauptsache ich fühle mich selber gut, oder ob mir fühlendes Leben zu aller erst (dazu zähle ich zunächst alles, was Nerven besitzt - ganz subjektiv nach gut Gusto) so wichtig ist, dass ich mir zweimal überlege, ob ich seine Qual oder seinen Todeskampf wirklich für mein Wohlbefinden brauche.
Darüber hinaus ist auch mir grundsätzlich wichtig, dass meine Mitgeschöpfe aller Art hier genauso Platz haben auf diesem Planeten, wie ich ihn auch selbst beanspruche. Und ich persönlich freue mich immer tierisch auf jedes Rauschen der Bäume, der Bäche, dem Singen der Vögel, oder einfach nur ein Reh (oder drei), die ich vorbeispringen sehe. Ich finde das Leben, ihre Vielfalt und Schönheit atemberaubend gut gelaunt Sie ist immer noch so wunderschön, obwohl sooo viele Mitgeschöpfe schon verschwunden sind ... Das Leben, die Physik und Mathematik, die Musik, die Strings ... es ist einfach nur wundervoll. Neben meiner ganzen, verklärten Romantik gibt es da aber auch andere Ansätze im Alltag: Was mache ich mit Stechmücken, Silberfischen, Zitterspinnen, Obstfliegen, oder diverse Motten, die Kleider oder Nahrung verzehren. Oder mir einfach nur wahnsinnig auf die Nerven gehen können, weil sie mich so interessant finden, wenn ich an der Tastatur beschäftigt bin? (vor allem Stubenfliegen) grübel Für mich hab ich da ne Regel erstellt: Alles, was mich frisst oder zumindest vom direkten Konsum meines Körpers existiert, das wird aus dem Weg geräumt. Das ist mein Raum, den ich dann beanspruche, kompromisslos. Alles, was meine Nahrung oder Kleidung frisst, wird ebenso aus dem Weg geräumt. Doch auch bei Obstfliegen habe ich oft bedenken gehabt. Das Beste ist, ich lade sie nicht ein, im Sommer oft schwierig. Stubenfliegen? Töte ich nicht. Ich versuche sie aus dem Fenster zu scheuchen, klappt auch meistens. Zitterspinnen? Die sind meine Gäste und haben in meinem Vorraum schöne dunkle Ecken, wo sie ganz glücklich sind. Wir kommen uns nie in die Quere. Alle anderen Insekten, die sich gerne mal verirren, werden aus dem Fenster gelotst.
So, mal nen subjektiven Einblick in mein Empfinden gegeben ... Jeder geht seinen eigenen Weg, und so wie es kommen wird, so ist es nicht falsch. Denn alles geht seinen gegebnen Gang ...
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Re: Haben wir Menschen ein Herz?

Beitrag  (Pyroraptor10) am Sa 3 Jun - 19:04

Dilophosaurus schrieb:Ich hab es auch bereits in einem anderen Thread festgestellt: es ist interessant meine alten Beiträge von damals zu lesen.
Du bist nicht alleine.

Ich sollte auch meine Ansichten hier mal neu formulieren.
Was den Titel angeht, Empathie haben Menschen durchaus. Das Problem ist nur, dass diese Empathie nicht sonderlich gut funktioniert, weshalb der Tod eines beliebten fiktiven Charakters bei vielen stärkere emotionale Reaktionen auslöst, als die Nachrichten über den letzten Terroranschlag irgendwo in Afrika oder Asien. Wir wissen lediglich auf einer rationalen Ebene, dass so etwas schlecht ist, diese motiviert jedoch selten Handlungen. Bei der Evolution zählt halt lediglich das, was genug zum Überleben ist und nicht, was optimal ist. Und in unserer evolutionären Vergangenheit war Empathie lediglich notwendig, um das Überleben derer in unserer unmittelbaren Gruppe sicherzustellen.
Die Menschen sind sicher nicht "böse", da die aktuelle Umweltkatastrophe nicht aus bösen Absichten erfolgt.
Dennoch hat der Mensch so etwas wie Schuldfähigkeit. Zur Schuldfähigkeit ist ein gewisses Maß an Rationalität und Intelligenz notwendig, weshalb man in der Regel geistig behinderte und kleine Kinder nicht als schuldfähig ansieht. Und die Intelligenz so ziemlich aller Tiere ist maximal auf dem Niveau eines Kleinkindes.

Nun aber zur Frage, ob Menschen das Recht haben, die Umwelt zu zerstören. Das mit dem Recht ist so eine Sache. Es impliziert eine Ethik, die auf der Einhaltung von irgendwelchen Gesetzen basiert, wobei meine Ethik sich an den Interessen leidensfähiger Wesen orientiert. Daher sollte man die Frage vielleicht zu "ist Umweltzerstörung moralisch richtig" umformulieren, wobei ich nicht glaube, dass das ein großartig kontroverser Punkt ist.

Also ja, Menschen haben schon ein Herz, auch wenn es eher suboptimal funktioniert.

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