China - Shandong Tianyu Museum of Natural History und Institute of Vertebrate Palaeontology and Anthropology Beijing

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China - Shandong Tianyu Museum of Natural History und Institute of Vertebrate Palaeontology and Anthropology Beijing

Beitrag  DC am Mo 31 Mai - 0:36

Glück muss man haben lustig !
Die Produktionsfirma, die für Arte die Doku über unsere Obernkirchen-Grabung dreht, fragte irgendwann im vergangenen Jahr mal nach, welche Fossilien wir uns denn noch gern im Zusammenhang mit den Fährten ansehen würden. Die Antwort fiel uns leicht: Mei, Sinornithoides, Sinovenator, Sinornithosaurus, Microraptor, Tianyuraptor, Tianyulong usw. - naja, die ganze Palette halt... Anfang dieses Jahres kam dann ne Mail mit angehängten Visaanträgen für China. Schlußendlich haben wir dann in den letzten beiden Wochen 8 Tage lang in China ca. 1500 hinreißende Fossilien begutachtet, fotografiert und die Aufnahmen für die Doku gemacht. Bin seit Donnerstag wieder im Lande.

IVPP in Peking: Auch wenn die permanente Ausstellung im Institut eher klein ist, so gibt's doch einige wirklich sehenswerte Stücke zu bestaunen. Unter anderem die Holotypen von Sinornithosaurus millenii und Sinornithoides youngi. Abgüsse von Mamenchisaurus, Tsingtaosaurus, Microraptor & Co. und mehrere Originale von Confuciusornis etc. runden diese kleine, aber sehr sehenswerte Ausstellung ab. Je nachdem, welche Originale gerade an anderen Orten gezeigt werden, kann man dort mehr oder auch mal weniger zu sehen bekommen.

STMNH in Pingyi: Dieser fünfstöckige Prunkbau stellt Alles in den Schatten, was ich bislang zu sehen bekommen habe. Die für die Öffentlichkeit zugängliche Ausstellung protzt (anders kann man's echt nicht ausdrücken) mit einer überwältigenden Auswahl von China's Fossilien und Mineralienreichtum. Durch die allermeisten Säle bin ich einfach nur kurz durchgehetzt, um möglichst viel Zeit für die schätzungsweise 500 ausgestellten Dinosaurierfossilien zu haben. Neben einigen Holotypen (Tianyulong, Tianyuraptor etc.) gibt es eine große Anzahl bislang unbeschriebener Exemplare zu sehen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Microraptoria, Troodontidae und Avialae. Für dieses Museum sollte man sich auf jeden Fall mehrere Tage Zeit nehmen - wir hatten leider nur 2, und mussten nebenbei auch noch ständig für die Dreharbeiten verfügbar sein.

Hier mal ein Foto von einem der kurioseren Exemplare, die in der dem "Jehol Biota" gewidmeten Halle zu sehen sind:

Sozusagen Großvater und Enkel direkt nebeneinander...

Ich habe ca. 600 Fotos machen können... Viele, nicht öffentlich zugängliche, Stücke durften wir uns nur kurz ansehen und nicht fotografieren. Einige Dinge sind mir natürlich ganz besonders im Gedächtnis geblieben:
Tianyulong war am ganzen Körper und auch Teilen des Gesichts und der Gliedmaßen mit diesen haarähnlichen Federn bedeckt.
Auch mittelgroße (ca. 6-8 m) Tyrannosauroidea trugen ein Federkleid.
Ausgewachsen war Mei etwa einen bis anderthalb Meter lang.
Anscheinend schliefen Troodontidae gerne in kleinen Gruppen.
Microraptoria hatten häufig stark ausgeprägte "Tailfans".
Die letzte Mahlzeit des M. zhaoianus Holotypus bestand aus einem kleinen Säugetier.

Greets!
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