Die Sicht des Tyrannosaurus - von R. Trias Renaissance am 29 Sep. 2007 15:16

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Die Sicht des Tyrannosaurus - von R. Trias Renaissance am 29 Sep. 2007 15:16

Beitrag  Styracosaura am Fr 12 Jun - 8:18

Ich habe niemals verstanden, warum Wissenschaftler annehmen, dass die Augen des T-Rex nur Dinge wahrgenommen haben soll, die sich bewegen. Eine erklärung zu dieser These, habe ich ebenfalls nicht gefunden...

Wie kommt man darauf?
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von HilleV am 28 Nov. 2007 05:35

Beitrag  Styracosaura am Fr 12 Jun - 8:18

Auch wenn die Antwort sehr spät kommt:
Das haben die Wissenschaftler auch - soweit mir bekannt ist - nie herausgefunden. Das ist eine Aussage, die aus dem Film "Jurassic Park" stammt und auf die Phantasie der Autoren zurückgeht.
Grundlage für diese Aussage ist vermutlich die Tatsache, dass es Vögel gibt, die tatsächlich nur Beute wahrnehmen, wenn diese sich bewegt. Soweit ich das mal gehört habe, gehört die Amsel dazu.
Vermutlich haben sich die Wissenschaftler überlegt, dass es dann beim T. rex auch so hätte sein können.

Ein weiterer Irrtum, der auf den Film "Jurassic Park" zurückgeht, ist die Annahme, das Dilophosaurus eine Halskrause hatte, die er bei Gefahr aufstellen konnte, und dass er betäubendes Gift auf seine Beute spuckte. Auch das ist auf die Phantasie der Autoren zurückzuführen. Soweit mir bekannt ist, hat man bisher weder einen Dilophosaurus mit Halskrause entdeckt, noch irgendeinen Hinweis darauf, dass er Gift spucken konnte.

"Jurassic Park" war ein Spielfilm und wollte keine Dino-Doku darstellen. Außerdem kann man immer noch als Entschuldigung anführen: Die in dem Film erschaffenen Dinosaurier waren ja keine "richtigen" Dinosaurier, sondern wurden geklont - und die DNA-Stänge, die nicht vollständig waren, wurden mit Frosch-DNA aufgefüllt. Somit kann man im Notfall immer noch behaupten: Die seltsamen Eigenschaften, die den Dinosauriern in dem Film zugeschrieben wurden, gehen auf die eingefügte Frosch-DNA zurück...

Viele Grüße,
Hille
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von spino94 am 30 Dec. 2008 18:31

Beitrag  Styracosaura am Fr 12 Jun - 8:19

also die sicht eines Ty.rex war warscheinlich sehr verschwommen aufgrund niedriger sehkraft so konnte er zwar sehen das vor ihm ein Dinosaurier stand aber wäre er weiter weg gewesen hätte er ihn warscheinlich für einen fels gehalten ,hätte er sich allerdings bewegt hatte er gewusst das es ein lebendes Objekt ist
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von DragonsClaw am 03 Jan. 2009 11:59

Beitrag  Styracosaura am Fr 12 Jun - 8:19

Über die Sehkraft einiger Theropoden (Raubdinosaurier) gibt‘s mittlerweile aussagekräftige Studien (z. B. Stevens 2006). Mit ziemlicher Sicherheit konnten die sehr viel besser sehen, als bislang angenommen. Die Fähigkeit zum räumlichen Sehen war bei einigen Gruppen (basale Tetanurae, z. B. Allosauroidea) weniger, bei anderen (Coelurosauria) dafür um so stärker ausgeprägt. Bei den Tyrannosauridae (nähere T. rex Verwandtschaft) ergaben Stevens‘s Berechnungen eine mögliche (scharfe!) Sichtweite von bis zu 6 Km (T. rex). Auch moderne Greifvögel sehen nicht wesentlich besser!

Mit der Story des Films (JP) würde sich decken, daß der T. rex deßhalb nur sich bewegende Beute sieht, weil er zum Teil ein Frosch ist Viele Amphibien (Frösche, Molche, Salamander) sehen tatsächlich nur Beute, die sich bewegt. Im Film wird ja Frosch - DNS benutzt, um die Lücken in den Sequenzen zu schließen. Naja... ist ja auch ein Fantasy/SciFi-Film und keine auch nur annährend wissenschaftliche Dokumentation...

Davon, daß es Vögel geben soll, die nur bewegte Beute wahrnehmen können, habe ich bislang noch nicht gehört (wäre zumindest erstaunt, wenn‘s die tatsächlich gibt). Natürlich kann man nicht mit 100%iger Sicherheit ausschließen, daß es auch Dinosaurier mit auf Bewegung getrimmtem Sehsinn gegeben haben könnte - Die Anatomie der Schädel, insbesondere der Theropoden, und auch der Aufbau der Gehirne lassen aber viel eher auf eine überaus gut entwickelte Sehkraft bei vielen Gruppen schließen.

Zusammenfassend: T. rex konnte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht nur stillstehende Beute sehr deutlich sehen, sondern auch schon über große Distanzen entdecken - beides sehr Vorteilhaft für den großen Jäger...

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